Terrarien-Bau
Da Terrarien für große Schlangen, wie Boa constrictor, meist nicht im Handel erhältlich sind, kommt man nicht daran vorbei, sie sich selbst zu bauen oder bauen zu lassen.
Unsere Terrarien haben wir selbst entworfen und sie dann mit Hilfe guter Freunde, die zufällig Zimmerer und Elektriker gelernt haben, gebaut.
Ohne die Hilfe dieser beiden Kollegen, wäre unser Schlangenraum nicht das, was er jetzt ist.
Hierbei nochmal ein herzliches Dankeschön an die beiden !
Die Terrarien von dem folgenden Beispiel haben die Maße 80 x 60 x 50 cm und sind für die Aufzucht junger Boas, die für die Plastikboxen (siehe Haltung "Aufzuchtboxen") zu groß geworden sind und für ein Terrarium für adulte Boas noch zu klein wären.
Material
Für unsere neue Anlage haben wir, wie bei den anderen Terrarien auch, weiße Pressspanplatten mit einer Stärke von 19 mm verwendet. Dieses Material, das von unserem Zimmerer auch gerne als "Sondermüll" bezeichnet wird, eignet sich für Schlangenterrarien bestens.
Die Pressspanplatten sind in jeder Größe verfügbar und können gut zugeschnitten und verarbeitet werden.
Die Glasscheiben haben eine Stärke von 4 mm.
Die Lüftungsgitter haben einen Durchmesser von 4,5 cm.
Als Beleuchtung dienen 8 Watt Leuchtstoffröhren aus dem Baumarkt, die für diese Terrariengröße ausreichend Licht bieten.
Beheizt werden die Becken mit 22 Watt Heizmatten, die unter die Regalbretter geklebt werden, aber dazu später mehr...
Dieses Bild zeigt die Roh-Ware, aus der unsere Terrarienanlage gefertigt wird. Es sollen einmal zwei Türme, von jeweils vier Terrarien werden. Noch ist es schwierig, sich den fertigen Plan vorzustellen, den ich jetzt leider nicht mehr parrat habe, um ihn Euch zu zeigen.
Bau...
In alle Verbindungsstellen werden vor dem Zusammenbauen Schlitze gefräst, um sie vor dem Verschrauben mit sogenannten Lamellos zu verbinden und zu fixieren. Das braucht einige Zeit, erleichtert aber die folgenden Schritte enorm.
Hier sieht man, wie die Lamellos in die zuvor gefrästen Schlitze gesteckt werden. Wenn die einzelnen Bauteile jetzt zusammengesteckt werden, können sie nun nicht mehr verrutschen und man kann alleine die Kästen verschrauben, ohne die Hilfe einer weiteren Person zu benötigen.
Hier sind meine fleißigen Helfer bereits dabei, die einzelnen Terrarien zusammenzustecken und zu verschrauben. (Die nötige Verpflegung darf bei so einer Aktion auf gar keine Fall fehlen, die im Hintergrund zu sehen ist;)
Langsam nimmt die ganze Sache Gestalt an! Die Regalbretter werden ebenfalls zuvor gefräst. Bevor diese jedoch endgültig verschraubt werden, müssen die Heizmatten unter die Ablagen geklebt werden.
So erreicht man eine gute Temperaturverteilung im Terrarium und hat anschließend keine Probleme mit niederiger Luftfeuchtigkeit, da sich die Wärme gut nach unten gleichmäßig ausbreiten und sich die Schlange nicht direkt drauflegen kann. Auf der Ablage werden so maximal 32 Grad erreicht, die für eine Aufheizmöglichkeit der Schlangen optimal sind.
Zwischen diesem und dem letzten Bild liegen, wie man sehen kann, ein paar Arbeitsstunden. An die Regalbretter werden leisten geschraubt, die 1-2 cm höher sind, als die Ablagen, damit die Tiere ihre Behausung nicht vom Brett schieben können. Das ist sehr wichtig, um Verletzungen vorzubeugen. Bevor das Regel montiert wird, haben wir ein Loch für das Kabel der Heizmatte in die Rückwand gebohrt, um es hinter dem Terrarium zu verlegen. Die Matten haben wir mit weißem Klebeband, dass bis 50 Grad geeignet ist, verklebt.
Die Scheiben laufen in handelsüblichen doppel-U-Schienen.
Nach dem Aufbau der Terrarien muss unser Elektriker ans Werk. Diese Arbeiten dürfen nur von ausgebildetem Fachpersonal durchgeführt werden und sind nichts für Laien, wie mich!
......und.....................
Fertig!!
Die Heizmatten werden über ein Thermostat und die Leuchtstoffröhren über eine Zeitschaltuhr gesteuert. Die Heizmatten können über den Kippschalter, die Leuchtstoffröhren an einem an der Lampe integrierten Schalter ausgeschaltet werden, falls ein Terrarium leer steht.
Danach muss die ganze Sache erst einmal eine Weile Probelaufen, bevor die Schlangen einziehen dürfen!
Die ganze Aktion hat knappe zwei Wochen nicht nur meinen Feierabend geraubt, aber man ist danach doch erleichtert, wieder mehr Platz für seine Lieblinge zu haben!
...und so sieht das ganze aus, wenn die Terrarien bewohnt sind...!