... mein Arbeitsplatz
Seit meiner Jugend beschäftige ich mich sehr viel mit der Natur und habe auch deswegen meinen Traumberuf "Fischwirt" gewählt, weil ich so die Möglichkeit habe, jeden Tag 8 Stunden mit Tieren und der Arbeit, die mit ihnen zusammenhängt, zu verbringen.
Meine Ausbildung habe ich von 2001 bis 2004 bei der "Fischzucht Birnbaum" in Epfenhausen absolviert und bin nun seit 2006 in der "Forellenzucht Sandau" bei Landsberg.
Wir züchten neben Bach- und Regenbogenforellen auch Bach- und Seesaiblinge, Äschen und Huchen.
Hier ein kleiner Teil der Forellenzucht Sandau
Wir bewirtschaften zusammen (3 Fischzuchtmeister und 1 Geselle) drei Teichanlagen und produzieren pro Jahr ca. 80 bis 100 Tonnen Fische.
Davon besetzten wir einen Großteil in naheliegende Flüsse wie z.B Lech und Isar für Angelvereine oder Privatkunden mit Hobbyteichen.
Die meisten Fische bleiben zwei Jahre in unseren Teichen, bevor sie in Flüsse ausgesetzt werden. (Hier eine zweijährige Bachforelle).
Aber auch Forelleneier, Brutfische und Setzlinge mit einem Jahr werden besetzt.
Huchen erreichen die Geschlechtsreife erst mit 4 bis 6 Jahren und bringen dann ein Gewicht von ca. 4 bis 8 kg auf die Waage
Dieser Rogner (Weibchen) hat mit 6 Jahren und stattlichen 8 kg das erste mal Eier produziert
Noch kaum als Fische zu identifizieren:
Huchen nach dem Schlüpfen
Alle Fische in unserem Betrieb wurden von uns abgestreift und vom Ei an großgezogen.
Drei Wochen alte Äschenbrut
Bei so vielen Fischen sind die Fisch-Räuber natürlich nicht weit!
Der schönste von Ihnen, der Eisvogel, kann bei uns fast täglich bei seiner Arbeit bewundert werden. Es hat drei Jahre gedauert, bis sich die Gelegenheit geboten hatte, diese Aufnahmen zu machen, da es sich um einen sehr scheuen Vogel handelt. Er ist gerademal so groß wie ein Spatz (Sperling), aber ein ausgezeichneter Fisch-Dieb.
... was für ein Schnappschuss!
An diesem Tag waren die beiden so sehr mit dem Revierkampf beschäftigt, dass sie keine Zeit hatten, sich um den Fotografen zu kümmern.
Glück für mich!
