Das Terrarium

 

 

Da Boas zwischen 1,8 und 2,5 Meter (im Durchschnitt) Endgröße anstreben, wird man wohl nicht darum herum kommen, sich ein Terrarium selbst zu bauen, oder sich eins bauen zu lassen.

 

Das beste Material für ein großes Schlangenterrarium ist Holz, da es die Temperatur um einiges besser hält als Glas. Da ist es sehr von Vorteil, wenn man einen Schreiner oder Zimmerer in seinem Freundeskreis hat (so wie wir), der einen da tatkräftig unterstützt.

 

Die Terrarien für unsere Schlangen sind aus weißen Pressspanplatten (19mm) gefertigt und wir sind sehr zufrieden mit diesem Material. Es lässt sich leicht verarbeiten und bei Verschmutzung kann man einfach drüberwischen und der Fall ist erledigt.

Für die Front haben wir 6mm dicke Glasscheiben verwendet (hineinschauen sollte man dann doch können...)

 

 

Bodengrund

 

Mittlerweile halten wir unsere Schlangen wieder auf Hobelspänen. Nachdem wir unsere Tiere lange auf Zeitungspapier hielten, entschieden wir, wegen der Optik wieder auf einen etwas "natürlicheren" Bodengrund umzusteigen.

 

Der Vorteil bei der Haltung auf Zeitungspapier ist, dass die Tiere keine Teile des Bodengrundes verschlucken können. Dafür muss man aber meist die Schlangen bei Reinigungsarbeiten stören, da man nicht einfach nur den Kot entfernen kann, sondern die ganze Zeitung austauschen muss. So hat jeder Bodengrund seine Vor- und Nachteile.

 

 

Das Wasserbecken

 

Die Wasserbehälter in den Terrarien sind aus Plastik. Ebenfalls ein Material, dass leicht zu reinigen und zu desinfizieren ist.

Wenn das Wasser täglich gewechselt wird, reicht es, die Schüssel mit ein wenig Essigessenz zu säubern. Falls die Schlange reingemacht hat, wird sie ebenfalls mit 70%igem Polypropylalkohol ausgewaschen, um alle Keime zu vernichten.

 

Gerade kurz vor der Häutung suchen Boas gerne die Wasserschüssel auf, um ein ergiebiges Bad zu nehmen

Wenn das Wasserbecken groß genug ist, ist es nicht notwendig, zusätzlich mit Wasser zu sprühen. Falls die Luftfeuchtigkeit zu gering ist, sollte einfach eine größere Wasserschüssel verwendet werden.

 

 

Heizung

Für die Wärme in unseren Terrarien sorgen Elsteinstrahler, die nur Wärme und kein sichtbares Licht abgeben. Das ist sehr wichtig, um den Tag- / Nachtrhytmus nicht durcheinander zu bringen.

 

Diese sind selbstverständlich mit einem Schutzgitter versehen, damit sich die Tiere daran keine Verbrennungen zuziehen können.

 

Die Elsteinstrahler werden über ein Thermostat gesteuert. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, wird die Heizung ausgeschaltet, fällt die Temperatur, schaltet sie sich wieder ein.

Über das Thermostat wird ebenfalls die Nachabsenkung von 30 auf 25 Grad gesteuert.

Der Temperaturfühler wird immer am Boden plaziert, um sicher zu gehen, dass die Mindesttemperaturwerte erreicht werden.

So hat die Schlange die Möglichkeit, sich auf erhöhten Ablagen aufzuheizen und danach kühlere Bereiche aufzusuchen.

 

 

Beleuchtung

Unsere Tiere werden täglich 12 Stunden mit Tageslicht-Leuchtstoffröhren mit verschiedenen, den Terrarien angepassten Wattstärken beleuchtet. Wenn das Terrarium mit einem Keramikheizstrahler beheizt wird, ist es nicht notwendig, einen Spotstrahler zu installieren. Schaden tut es den Schlangen allerdings nicht, wenn dieser mit einem Schutzgitter versehen wurde und der Abstand zu den Tieren nicht zu gering ist. 

 

 

 

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