Boa c. amarali (Stull, 1932)
Verbreitungsgebiet: Südost-Bolivien, südliches Brasilien, nördliches Paraguay
Die Tiere sind nicht mehr in unserem Bestand!
Bei Boa c. amarali handelt es sich um die Unterart, die als adulte Tiere im Vergleich zur Gesamtlänge den wuchtigsten Körperbau der Gattung aufweisen.
Ähnlich wie bei manchen Brasilianischen Rotschwanzboas ( Boa c. constrictor ), fällt der Rotanteil am Schwanz relativ gering aus.
Die Sattelflecken sind meist dünn und haben extrem lange Ausbuchtungen (Witwenspitzen), wie auf dem oberen Bild gut zu sehen ist. Zudem weist diese Unterart oft einen hohen Anteil an schwarzen Punkten auf, die sich auf dem Körper verteilen.
Der deutsche Name "Kurzschwanzboa" führt immer wieder zu Streitigkeiten unter den Pflegern dieser Unterart, weil manche Halter der Meinung sind, dass es sich nicht um Boa c. amarali handeln kann, wenn der Schwanz eine gewisse Länge übersteigt.
In der Erstbeschreibung von STULL, 1932 wird die Schwanzlänge für Boa c. amarali von 8,3 - 13,8% der Körperlänge angegeben (Buch: "Die Gattung Boa" von Klaus Bonny S. 125). Somit wäre der Name "Kurzschwanzboa" allerdings hinfällig und die Erstbeschreibung ist und bleibt nunmal die Erstbeschreibung!
Ähnlich wie bei Rotschwanzboas sollte man im ersten Lebensjahr junger Boa c. amarali eher zurückhaltend Füttern. Die Futtertiere sollten erstmal nicht dicker sein, als der Körper der Schlange.